Website Relaunch für den Netzentwicklungsplan Strom
Inhaltsverzeichnis
Digitales Herzstück: Die Website für den Netzentwicklungsplan Strom
Der Netzentwicklungsplan Strom (NEP), den die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT Germany und TransnetBW gemeinsam erarbeiten, ist das zentrale Instrument zur Ermittlung einer sicheren Stromversorgung in Deutschland. Sein Ziel ist es, ein Stromnetz zu entwerfen, das dem Anspruch der Klimaneutralität bis 2045 gerecht werden kann.
Rahmenbedingungen und Ziele der Website
Die Website netzentwicklungsplan.de präsentiert die Berichte und liefert darüber hinaus Informationen rund um den Berichtsprozess, die Projektstände und Beteiligungsmöglichkeiten und gibt Einblicke in thematische Hintergründe.
Für die Öffentlichkeits- und Prozesskommunikation der deutschen Übertragungsnetzbetreiber wurde die Drupal-basierte Website zuletzt im Jahr 2022 umfassend neu konzipiert und technisch verschlankt sowie seitdem stetig weiterentwickelt. Die Konsultationsdatenbank, in der die Stellungnahmen aus der prozesseigenen Öffentlichkeitsbeteiligung gesammelt und verarbeitet werden, wurde in die Website integriert und um eine Mitzeichnen-Funktion, wie man sie aus Online-Petitionen kennt, erweitert. Die Neukonzeption hatte außerdem zum Ziel, die Struktur des Inhalts und die Benutzeroberfläche an die Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder anzupassen. Dabei war es auch die Aufgabe von CBE DIGIDEN, die kommunikativen Interessen aller vier beteiligten Unternehmen von der Konzeption bis hin zur Ausgestaltung der Inhalte gleichwertig zu vertreten.
Neben den Expert:innen, Fach- und Prozessbeteiligten des Netzentwicklungsplans werden mit der neuen Website nun auch Interessent:innen mit geringerer Fachkenntnis angesprochen.
Vorgehensweise und die Lösungen
Eine hohe Verständlichkeit, die starke Transparenz und Einfachheit, der Fokus auf die Veröffentlichungen, eingebettet in Natürlichkeit und Freundlichkeit innerhalb der Website bildeten das Zielbild der Website. Dieses artikulierten sowohl die Nutzer:innen als auch die Übertragungsnetzbetreiber in vorangegangenen Befragungen und Evaluationen. Insgesamt wurde die Nutzerführung der Website so ausgerichtet, dass zentrale Inhalte schneller aufgefunden werden und für alle Adressaten verständlicher sind. Ebenso wurde die vormals externe Microsite mit Informationen zum „Übertragungsnetz für die Energiewende“ in die Website integriert. Auf Grund der komplexen Inhalte und der häufigen Nutzung im fachlichen Kontext gilt als Maßgabe für die Konzeption und Ausgestaltung der responsiven Website: Desktop First.
Natürlich stehen der Netzentwicklungsplan selbst sowie die begleitenden Dokumente im Mittelpunkt der Website. Ein Bereich „Verstehen“ bündelt alle Wissensthemen rund um den Netzentwicklungsplan und lädt Nutzer:innen dazu ein, sich näher mit ausgewählten Themen der Netzentwicklung zu beschäftigen. Die interaktive Prozessgrafik schlüsselt den gesamten Netzentwicklungsplanprozess für die Nutzer:innen auf und bildet den aktuellen Prozessstand ab. Ebenso lassen sich weiterführende Informationen zu Prozessschritten und Akteur:innen innerhalb der Grafik aufrufen.
Technische Aspekte
Die bereits zuvor als eigene Anwendung bestehende Konsultationsdatenbank wurde mit dem jüngsten Relaunch in die Website-Installation überführt, wobei alle Inhalte in die neue Struktur migriert wurden. Im Zuge dessen wurden die Prozesse zur Konsultationseingabe und -verarbeitung optimiert sowie die Mitzeichnen-Funktion eingeführt. Sie ermöglicht es den Konsultationsteilnehmenden, bereits eingereichte und veröffentlichte Beiträge mit ihrer digitalen „Unterschrift“ zu unterstützen.
Die digitale Projektbibliothek
Das Ergebnis der Netzentwicklungsplanung besteht neben dem Bericht an sich an den ermittelten Projekten und Maßnahmen, die die ÜNB zur Genehmigung vorschlagen. Für diese wurde seit Beginn des NEP ein Kompendium an Steckbriefen erstellt, das im Laufe der Zeit auf einen beträchtlichen Umfang von mehreren hundert Seiten anwuchs. Die digitale Projektbibliothek löste im Jahr 2025 dieses Dokument ab. Website-Besucher:innen ist es nun möglich, sich mit Filtern und Suchfunktionen durch die Projekte und Maßnahmen zu bewegen und Karten, Texte und weiterführende Informationen übersichtlich und zügig zu finden. Die Informationen zu den einzelnen Projekten können als PDF exportiert und somit in der annähernd vertrauten Form der Steckbriefe eingesehen werden, auch wird weiterhin eine Zusammenstellung dieser Dokumente angeboten. In der ersten Konsultation, die mit der digitalen Projektbibliothek als neues Angebot durchgeführt wurde, erhielt diese mehrfach lobende Erwähnung seitens der Stakeholder:innen. Den ÜNB und CBE DIGIDEN ist es somit zum wiederholten Male gelungen, auch in einem Langzeitprojekt wie dem NEP Innovationen sinnvoll zu integrieren und zum Benefit der Nutzer:innen umzusetzen.